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Innovationsstrategien

Grundlegend für das Gelingen einer erfolgreichen Transformation eines Unternehmens ist zunächst einmal die realistische Einschätzung des aktuellen Kompetenzniveaus. Darauf aufbauend kann die geeignete Innovationsstrategie zielsicher gewählt werden, um das Unternehmen einerseits effizienter, leistungsfähiger und innovativer zu machen, andererseits aber auch die Begeisterungsfähigkeit der Mitarbeiter, kreative und lösungsfokussierte Ideen für einen erfolgreichen Wandel beizusteuern, zu fördern. Aus der Einstufung des aktuellen Kompetenzniveaus, nach dem Augsburger Kompetenzstufenmodell, ergeben sich drei grundlegende Strategien zur Steigerung der Innovationsfähigkeit (Abb.2). Für den Aufbau einer dauerhaften Innovations-Kompetenz müssen die Entwicklungsstufen, die von einer Kompetenzstufe zur nächsten führen, der Reihenfolge nach erklommen werden.



Abb.2: Innovationsstrategien in Organisationen

1. Innovationsstrategie: Material- und Informationsflüsse gestalten
Grundlegende Voraussetzung für Innovation bzw. die organisationale Fähigkeit innovatives Denken und Handeln, das zu „Neuem" in Unternehmen führen soll, ist es, die Alltagsanforderungen „im Griff" zu haben. Erst eine Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Organisation schafft den Spielraum für Innovationen. Hierfür ist es zentral, Material- und Informationsflüsse und die damit einhergehenden Geschäftsprozesse (mittels spezieller Visualisierungstechniken) transparent zu machen, um im weiteren Vorgehen die Prozesse und Ablaufstrukturen effizienter und flexibler gestalten zu können.
2. Innovationsstrategie: Zukunftsvorstellungen umsetzen
Auf der nächsten Entwicklungsstufe geht es vor allem darum, gemeinsam eigene Zukunftsvorstellungen in Form von Werten, Visionen, Strategien und Zielen zu entwickeln und umzusetzten. Die Vorstellungen lassen sich jedoch nur umsetzen, wenn sie von den Beteiligten getragen und Bestandteil der gelebten Unternehmenskultur werden. Die Beteiligten müssen hier nicht nur mit dem Kopf erreicht, sondern auch „im Herzen" berührt werden. Mit anderen Worten: es muss die Begeisterungsfähigkeit, sich für die Nachhaltigkeit des Unternehmens einzusetzen, gefördert werden.
3. Innovationsstrategie: Innovation leben
Erst mit dieser letzten Stufe kommt eine Organisation systematisch in die Lage, regelmäßig echte Innovationen zu erschaffen und umzusetzen. Hierfür müssen die Beteiligten sich immer wieder von bestehenden Mustern, Lösungen und Vorgehensweisen lösen können. Realisierbare Innovationen entstehen erst, wenn Beteiligte aller Bereiche in einem offenen Entwicklungsprozess integriert werden.

Entscheidend für einen erfolgreichen Transformationsprozess zu einer „bewussten Organisation" ist es, die bestehenden Fähigkeiten, Kompetenzen und Ressourcen des Unternehmens herauszukristallisieren und wertzuschätzen, als auch diese kontinuierlich weiterzuentwickeln und Möglichkeiten der innerbetrieblichen Selbstreflexion über neue Ideen, Impulse und Konzepte zu konstruieren (z. B. Boos/Heitger 2004; Janes/et al. 2001).
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